Unsere Wertung(3.7/5)
Die in der Schweiz erhältlichen myPOS Kartenterminals sind ohne Grundgebühr und ein Händlerkonto ist inklusive.
Ideal für Händler, die besonderen Wert auf maximale Liquidität legen. Die eingebaute SIM-Karte erlaubt es, überall Kartenzahlungen anzunehmen.
  • Vorteile: Guthaben sofort verfügbar. Keine Mindestvertragsdauer. Keine Grundgebühren.

  • Nachteile: Auszahlungen aufs Bankkonto sind kostenpflichtig. Gefahr von Kontosperrungen.

  • Kaufen wenn: Sie ein kleines Unternehmen mit einem geringen Volumen an elektronischen Zahlungen haben.

myPOS Combo myPOS Mini myPOS Go
Preis CHF 299 CHF 149 CHF 34
Transaktions-Gebühren ab CHF 0.30 + 1.50% ab CHF 0.30 + 1.50% ab CHF 0.30 + 1.50%
Verbindung WLAN, 3G/4G Netzwerk (über SIM-Karte)
Grösse 162,5 mm x 80 mm x 56 mm 121 mm x 72 mm x 22,5 mm 136 mm x 66,6 mm x 20,4 mm
Gewicht 360 g mit Batterie 165 g mit Batterie 170 g mit Batterie
Eingebauter Beleg-Drucker? Ja Nein Nein
Akzeptierte Karten
Kontaktlos-Zahlung
* Preise exkl. MWST
Combo Mini Go
Preis
CHF 299 CHF 149 CHF 34
Transaktions-Gebühren
ab CHF 0.30 + 1.50%
Verbindung
WLAN, 3G/4G Netzwerk (über SIM-Karte)
Grösse
162,5 mm x 80 mm x 56 mm 121 mm x 72 mm x 22,5 mm 136 mm x 66,6 mm x 20,4 mm
Gewicht
360 g 165 g 170 g
Eingebauter Beleg-Drucker?
Ja Nein Nein
Akzeptierte Karten
Kontaktlos-Zahlung
* Preise exkl. MWST

Die Fakten

Die myPOS-Kartenleser sind dank mitgelieferter SIM-Karte, der sogenannten myPOS-Datenkarte, überall einsetzbar, wo Mobilfunkempfang vorhanden ist. Es gibt keine vertragliche Mindestvertragsdauer und keine laufenden Grundgebühren.

Es handelt sich vielmehr um eine sogenannte Pay-as-you-go-Lösung, bei der Sie einmalig etwas für den Erwerb des myPOS-Gerätes investieren müssen und anschliessend lediglich bei der jeweiligen Nutzung des Gerätes Transaktionsgebühren zahlen. Eventuell können noch bei bestimmten Kontoaktivitäten Kosten entstehen.

myPOS Mini
Das myPOS Mini ist leichtgewichtig und auch unterwegs einfach zu bedienen.

Die Zahlterminals von myPOS akzeptieren alle gängigen internationalen Kreditkarten, während Zahlungen mit Hilfe eines QR-Codes von TWINT nicht möglich sind.

Ein grosses Plus bei myPOS ist die sofortige Zugriffs-Möglichkeit auf das Händler-Guthaben, nachdem eine Transaktion mit einem Kunden durchgeführt wurde. Möglich wird dieser Sofort-Zugriff durch die kostenlose myPOS-Business-Karte von Visa. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine Kreditkarte, sondern um eine Debitkarte, die mit dem Händlerkonto verbunden ist, auf dem die Kunden-Transaktionen eingehen.


Konto und Karte

Das Guthaben wird also nicht automatisch auf das Geschäftskonto bei der Bank überwiesen, sondern auf ein persönliches myPOS-E-Geld-Konto mit eigener IBAN. Die Händler können ihr Guthaben jederzeit auf das eigene Bankkonto überweisen.

Die myPOS-Debitkarte kann in jedem Geschäft eingesetzt werden, das Visa-Karten akzeptiert – online bei Bestellungen über das Internet oder physisch zum Beispiel in einem Einkaufszentrum. Bargeldabhebungen am Geldautomaten sind kostenpflichtig.

Autonome Kartenlesegeräte

MyPOS verkauft fünf verschiedene Kartenlesegeräte mit jeweils unterschiedlichen Eigenschaften. Sie alle verbinden sich mit dem Internet – entweder über ein WLAN-Netz oder über das Mobilfunk-Netz.

Durch die myPOS-SIM-Karte können kostenlos unbegrenzte Datenvolumen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EU-Mitgliedstaaten, Norwegen, Island, Schweiz, Liechtenstein) verbraucht werden.

Die myPOS-Geräte sind also ideal, wenn man viel unterwegs ist.

Alle Geräte enthalten eine eigene SIM-Karte mit unbegrenztem Gratis-Daten-Volumen.

Die myPOS-Geräte eignen sich vor allem für Geschäfte mit einfachen Abrechnungen. Der Gesamtbetrag einer Zahlung muss manuell eingegeben werden. Man kann zwar auch Trinkgeld akzeptieren, mehrere Mitarbeiterkonten anlegen und individuelle Belege erstellen. Alles in allem sind die Kassensystem-Funktionen aber begrenzt.

Eine Integration in komplexere Kassensysteme ist nicht möglich. Gleichwohl lassen sich mit den Geräten myPOS Smart und Smart N5 für myPOS entwickelte Anwendungen herunterladen.

Die Geräte Combo und Smart verfügen über einen eingebauten Quittungsdrucker, während Mini, Mini Ice und Go nur Quittungen per SMS oder E-Mail versenden können.

Wegen des fehlenden Belegdruckers beim Go, Mini und Mini Ice sind diese kleiner und etwa halb so schwer wie die Modelle Combo und Smart.

Das Besondere am Smart und Smart N5 ist die Möglichkeit, kompatible Apps von Drittanbietern auf das Gerät herunterzuladen.

Über alle diese Kartenlesegeräte können Sie Guthaben-Aufladungen für Prepaid-Mobilfunkkarten verkaufen, Zahlungsaufforderungen versenden und Geschenkkarten für Ihr Unternehmen ausstellen.

Das günstigste myPOS-Terminal: myPOS Go – ohne Vertragsbindung

Kosten und Gebühren

Alle hier bewerteten myPOS-Terminals haben die gleichen Tarife:

Kosten
Aktivierung
kostenlos
Monatliche Gebühr
kostenlos
Versand des Terminals CHF 10
Kosten
Aktivierung
kostenlos
Monatliche Gebühr
kostenlos
Versand des Terminals CHF 10

Wenn Sie myPOS als Zahlungsdienstleister nutzen möchten, müssen Sie Ihr bevorzugtes Zahlterminal kaufen. Das Mieten von myPOS-Terminals ist nicht möglich. Ihnen werden auch die Kosten für den Versand des Terminals in Rechnung gestellt, die sich auf CHF 10 belaufen.

Abgesehen vom Kauf des Zahlterminals zahlen Sie nur für die tatsächliche Nutzung des Terminals, also Gebühren für jede verarbeitete Transaktion:

Karte Preis
Inländische Maestro-Karte
CHF 0.30 + 1.50%
Inländische VPay-Karte
CHF 1 + 1.50%
Inländische Visa-Debitkarte für Verbraucher
2.50%
Inländische Mastercard-Debitkarte für Verbraucher
2.50%
Inländische Kreditkarten für Verbraucher und Unternehmer
2.50%
EWR-Mastercard-Karten für Verbraucher
2.50%
EWR-VPay-Karten
2.50%
EWR-Verbraucher-Visa-Debitkarten
2.50%
EWR-Verbraucher-Visa-Kreditkarten
2.50%
EWR-Karten für Unternehmen
2.75%
Nicht-EWR-Karten
2.85%
Bancontact CHF 0.10 für Transaktionen bis zu EUR 10;
CHF 0.30 für Transaktionen über EUR 10
UnionPay, JCB 2.90%
American Express 3.00%
Karte Preis
Inländische Maestro-Karte
CHF 0.30 + 1.50%
Inländische VPay-Karte
CHF 1 + 1.50%
Inländische Visa-Debitkarte für Verbraucher
2.50%
Inländische Mastercard-Debitkarte für Verbraucher
2.50%
Inländische Kreditkarten für Verbraucher und Unternehmer
2.50%
EWR-Mastercard-Karten für Verbraucher
2.50%
EWR-VPay-Karten
2.50%
EWR-Verbraucher-Visa-Debitkarten
2.50%
EWR-Verbraucher-Visa-Kreditkarten
2.50%
EWR-Karten für Unternehmen
2.75%
Nicht-EWR-Karten
2.85%
Bancontact CHF 0.10 für Transaktionen bis EUR 10;
CHF 0.30 für Transaktionen über EUR 10
UnionPay, JCB 2.90%
American Express 3.00%

Die Gebühren bei myPOS sind bei bestimmten Karten insbesondere bei kleinen Beträgen sehr hoch. Bei Kartenzahlungen mit Maestro wird unabhängig vom Transaktionsbetrag eine feste Gebühr in Höhe von CHF 0.30 zusätzlich zu der Transaktionsgebühr in Höhe von 1.50% erhoben; bei Zahlungen mit einer VPay-Karte beträgt die feste Gebühr sogar CHF 1. Dadurch wird die Gewinnmarge gerade beim Verkauf von niedrigpreisigen Produkten erheblich reduziert.

Neben den oben genannten Gebühren gibt es unzählige andere Gebühren – zum Beispiel im Zusammenhang mit internationalen Überweisungen oder bei Verwendung der myPOS-Business-Karte.

Konto und Karte

Preis
SEPA-Überweisungen CHF 4.50
SWIFT-Überweisungen ab CHF 4.50
Rückerstattungen CHF 0.59
Streitfälle und Rückbuchungen CHF 29.99
SEPA-Lastschrift CHF 0.75
Bargeldabhebung an inländischen Geldautomaten
CHF 2.50
Bargeldbezüge am Geldautomaten in EUR
≤ 300 EUR
CHF 2.50
> 300 EUR
CHF 5.00

Konto und Karte

Preis
SEPA-Überweisungen
CHF 4.50
SWIFT-Überweisungen
ab CHF 4.50
Rückerstattungen CHF 0.59
Streitfälle und Rückbuchungen CHF 29.99
SEPA-Lastschrift CHF 0.75
Bargeldabhebung an inländischen Geldautomaten CHF 2.50
Bargeldbezüge am Geldautomaten in EUR ≤ 300 EUR
CHF 2.50
> 300 EUR
CHF 5.00

Sobald man aber sein Händler-Guthaben nicht für die Bezahlung von Waren oder Dienstleistungen mit der myPOS-Visa-Karte nutzt, sondern auf sein Geschäftskonto bei der eigenen Bank überweist oder Bargeld am Automaten abhebt, ist man in der Gebührenfalle gefangen.

Pro Überweisung erhebt myPOS eine Gebühr in Höhe von CHF 4.50. Der einzige Pluspunkt an dieser Stelle: die Überweisung wird ohne Verzögerung veranlasst, kann unter Umstände also am selben Tag rausgehen.

Für Bargeldabhebungen an inländischen Geldautomaten wird eine Gebühr in Höhe von CHF 2.50 fällig. Wenn man Bargeld in EUR am Geldautomaten abhebt, muss man bis zu CHF 5 bezahlen.

Langwierige Identitätsprüfung

Der Start mit dem myPOS-Kartenlesegerät erfolgt nach drei Schritten. Zunächst muss man sich auf der Website von myPOS anmelden. Abgefragt werden unter anderem Unternehmens- und Vorstandsinformationen, die Eigentümerstruktur sowie Umsatzprognosen. Anschliessend sollten Sie einen vierstelligen Code per SMS erhalten, den Sie im Anmeldeformular eintragen.

Wenn alles geklappt hat, erhalten Sie eine E-Mail für den nächsten Schritt, der Identitätsprüfung. MyPOS verlangt einen 5-minütigen Videoanruf mit einem myPOS-Teammitglied, bei dem Sie einen Ausweis und Dokumente zur Überprüfung Ihrer Identität vorhalten müssen.

MyPOS erklärt dazu, dass dieses Vorgehen durch die vierte EU-Geldwäscherichtlinie vorgeschrieben ist; vermutlich, weil das Gerät myPOS Mini standardmässig europaweit funktioniert. SumUp und andere Kartenleseranbieter führen keine solche Identitätsprüfung durch, was wohl daran liegt, dass deren Kartenlesegeräte standardmässig nur im Land der Registrierung funktionieren.

Nach der Videoidentifikation entscheidet myPOS innerhalb von acht Stunden (gerechnet während der Geschäftszeit), ob Sie mit dem Antrag fortfahren können. Falls ja, werden Sie aufgefordert, rechtliche Dokumente vorzulegen, mit denen die Identität Ihres Unternehmens überprüft wird. Die Art der verlangten Dokumente hängt von Ihrem Unternehmen ab.

Erst wenn alle diese Informationen von myPOS akzeptiert wurden, empfehlen wir Ihnen den Kauf eines myPOS-Kartenlesegerätes. Denn einige Unternehmen werden abgelehnt, wenn diese nicht zu den von myPOS akzeptierten Geschäftsmodellen passen.

Für wen ist myPOS am besten geeignet?

Start-ups und Händler mit kleinem Umsatzvolumen, die grossen Wert auf Liquidität legen und daher sofortigen Zugang zu ihrem Guthaben benötigen, sind mit myPOS gut beraten.

Solange Sie keine Überweisungen auf ein Bankkonto vornehmen müssen, ist myPOS eine gelungene und vor allem vertragsfreie Lösung.

Hervorzuheben ist auch, dass sich die myPOS-Kartenlesegeräte an Unternehmer und Freiberufler richten, die Zahlungen persönlich entgegennehmen und womöglich auch von unterwegs Produkte oder Dienstleistungen verkaufen. Der myPOS Combo kommt jedoch eher an festen Standorten zum Einsatz.

Damit eignen sich die meisten myPOS-Geräte für Strassenverkäufer, kleine Gastronomiebetriebe und alle anderen kleinen Geschäfte sowie Dienstleister. Für Taxifahrer ist das myPOS Mini interessant, da es sich in bestimmte Dispositionssoftware für Taxis integrieren lässt.

Ausserdem sind die myPOS-Kartenleser bei Unternehmern beliebt, die in verschiedenen Ländern verkaufen, da die Geräte im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum einsatzbereit sind.

Für komplexe Kassensystem-Anwendungen sind die myPOS-Kartenleser nicht ausgelegt. Die Geräte können nicht in eine Standard-Kassensystem-Software integriert werden. Das heisst: die Nutzer sind auf die begrenzten Kassenfunktionen angewiesen, die auf dem myPOS-Gerät vorprogrammiert sind. Selbst das grössere Combo-Kartenlesegerät, das einem üblichen Ingenico- oder Verifone-Terminal ähnlich sieht – verträgt sich nicht mit fremder Kassensystem-Software.

Anders sieht es bei den myPOS-Smart-Geräten aus. Diese bieten die Möglichkeit der Drittanbieter-Integration, sofern die jeweilige App für myPOS- und Android-Geräte entwickelt wurde.

Kundenservice und Benutzer-Feedback

MyPOS hat keine Niederlassung in Deutschland. Um sich mit dem Kundenservice in Verbindung zu setzen, muss man eine Nummer in Grossbritannien anrufen. Der Kontakt zum myPOS-Kundendienst ist ausserdem über ein Kontaktformular möglich.

Das Service-Team ist rund um die Uhr erreichbar.

Der Kundendienst ist rund um die Uhr erreichbar, obwohl myPOS keine eigene Niederlassung in Deutschland hat.

MyPOS ist international tätig und muss daher mehr Compliance-Regeln beachten als ausschliesslich national tätige Firmen.

Darüber hinaus besteht bei grenzüberschreitenden Zahlungslösungen immer die Gefahr internationaler Geldwäsche, weshalb myPOS vermutlich mehr für die Betrugsprävention tut als andere Firmen.

Da myPOS im Vergleich zu nur national agierenden Konkurrenzunternehmen mehr Regulierungs-Vorschriften unterworfen ist, muss man mit mehr Vorkehrungen rechnen, also in der Regel mit mehr Papierkram, mehr Nachweisen und mehr Dokumentationen, die myPOS von seinen Kunden verlangt.

Eine Konsequenz davon sind eventuelle Kontosperrungen. Einige Benutzer haben in diesem Zusammenhang schlechte Erfahrungen gemacht.

Sie haben endlose Dialoge mit myPOS geführt, weil das Unternehmen Dokumentationen und Nachweise für die Überprüfung bestimmter Zahlungen angefordert hatte; teilweise hat der Händler am Ende nicht sein Geld erhalten. Es gibt auch Berichte von Händlern, deren Konten geschlossen wurden, weil myPOS die Art des Unternehmens im Nachhinein nicht mehr akzeptiert hat, obwohl die Unternehmensart zu Beginn anerkannt wurde.

Unser Fazit

Die Pluspunkte beim myPOS-System sind der sofortige Zugriff auf das Händlerguthaben, das Händlerkonto ohne Mindestvertragsdauer und die mobile Kreditkartenzahlung für unterwegs.

Das System ermöglicht es Ihnen, Kartenzahlungen in allen EWR-Ländern zu akzeptieren. Vorteilhaft ist auch, dass man die myPOS-Business-Visa-Karten an mehrere Mitarbeiter aushändigen kann. Interessant sind ferner die Zahlungsmethoden für Multichannel-Unternehmen.

Nicht geeignet ist myPOS für diejenigen Unternehmen, die ein umfassendes Kassensystem benötigen. Denn die myPOS-Geräte können nicht in komplexe Cloud-Lösungen integriert werden. Die Kartenterminals sind ausschliesslich für einfache Kartenzahlungen gedacht.

Von Nachteil ist myPOS ferner für Unternehmen, die viele kleine Beträge kassieren. Denn bei Kartenzahlungen mit Maestro und VPay wird unabhängig von der Höhe des Transaktionsbetrages eine feste Gebühr zusätzlich zu der variablen Transaktionsgebühr erhoben.

Unterm Strich heisst das: MyPOS ist ideal für kleine Unternehmen, die ein mobiles Kartenlesegerät benötigen, eher höhere Beträge kassieren und ein Händlerkonto ohne Mindestvertragslaufzeit mit sofortiger Zugriffsmöglichkeit auf das Guthaben wünschen.

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Combo

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Mini

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Go

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